Kinder lieben Bauernhoftiere, weil man sie so gut auseinanderhalten kann: Die Kuh macht „Muh“, das Schwein grunzt, der Hahn kräht. Hier findest du zwölf bekannte Hoftiere kurz erklärt – mit Laut, Futter, Babynamen und einem Fakt zum Staunen. Am Ende gibt es Spielideen für Zuhause und die Kita.
Mama, Papa, Baby – wer heißt wie?
Bei vielen Hoftieren haben Mama, Papa und Baby eigene Namen. Ein schönes Sprachspiel: Wer weiß, wie das Pferdebaby heißt?
| Tier | Mama | Papa | Baby | Laut |
|---|---|---|---|---|
| Kuh | Kuh | Stier, Bulle | Kalb | Muh |
| Schwein | Sau | Eber | Ferkel | Grunz |
| Huhn | Henne | Hahn | Küken | Gack, Kikeriki |
| Schaf | Mutterschaf | Bock | Lamm | Mäh |
| Ziege | Geiß | Ziegenbock | Zicklein | Meck |
| Pferd | Stute | Hengst | Fohlen | Wieher |
| Esel | Eselstute | Eselhengst | Eselfohlen | I-ah |
| Ente | Ente | Erpel | Entenküken | Quak |
| Gans | Gans | Ganter | Gössel | Schnatter |
| Hund | Hündin | Rüde | Welpe | Wau |
| Katze | Katze | Kater | Kätzchen | Miau |
| Kaninchen | Häsin | Rammler | Jungtier | meist still |
Zum Üben passt das Zuordnungsblatt Mama und Baby: Die Kinder verbinden jedes Tierbaby mit seiner Mama.
Die Tiere im Einzelnen
Kuh
Kühe fressen Gras, Heu und Kräuter und trinken viel Wasser. Sie kauen ihr Futter zweimal: Später holen sie es wieder hoch und kauen in Ruhe nach – das heißt Wiederkäuen. Milch gibt eine Kuh, weil sie ein Kalb bekommen hat. Mehr dazu im Ratgeber Wie kommt die Milch in die Flasche?.
Schwein
Schweine fressen fast alles, was der Hof hergibt: Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Wurzeln. Mit dem Rüssel durchwühlen sie den Boden. Schwitzen können sie nicht, darum suhlen sie sich im Schlamm – das kühlt und schützt vor Sonnenbrand. Genau das zeigt Schwein im Matsch.
Huhn
Hühner picken Körner, Grünzeug, Würmer und Insekten. Gebadet wird nicht im Wasser, sondern im Staub – so bleiben die Federn sauber. Wie aus einem Ei ein Küken wird, erklärt Vom Ei zum Huhn – so wächst ein Küken.
Schaf
Schafe fressen Gras, Kräuter und Heu und bleiben eng in der Herde. Ihre Wolle wächst immer weiter, deshalb werden die meisten Schafe einmal im Jahr geschoren. Das tut nicht weh, es ist wie Haareschneiden.
Ziege
Ziegen knabbern lieber Blätter, Zweige und Kräuter als nur Gras und klettern hervorragend. Sie fressen keineswegs alles: Unbekanntes betasten sie zuerst mit den Lippen. Auch weibliche Ziegen können einen Bart haben.
Pferd
Pferde fressen Gras, Heu und Hafer in vielen kleinen Portionen über den Tag. Ein Fohlen kann schon etwa eine Stunde nach der Geburt stehen und laufen. Mit den Ohren zeigen Pferde ihre Laune: nach vorn heißt aufmerksam, flach nach hinten „Lass mich in Ruhe!“
Esel
Esel brauchen wenig, aber faserreiches Futter: Stroh, Heu, karges Gras und Zweige. Ihr „I-ah“ hört man oft kilometerweit. Stur sind Esel nicht, sondern vorsichtig – sie bleiben stehen und denken nach, bevor sie etwas Gefährliches tun.
Ente
Enten fressen Körner, Gras, Wasserpflanzen, Schnecken und Würmer. Das laute „Quak!“ kommt fast nur von den Weibchen, der Erpel klingt leiser. Entenküken folgen dem Ersten, das sie nach dem Schlüpfen sehen – meistens der Mama, wie auf Entenmama mit Küken.
Gans
Gänse weiden Gras und Kräuter und fressen Getreide. Sie passen gut auf: Kommt jemand Fremdes, schnattern und zischen sie laut. Viele Gänse bleiben ihr ganzes Leben mit demselben Partner zusammen.
Hund
Der Hofhund bekommt Hundefutter und frisches Wasser. Er bewacht den Hof, und Hütehunde halten Schafe oder Kühe zusammen – nur mit Blicken, Laufen und auf Pfiffe hin. Hunde riechen viele tausend Mal besser als wir.
Katze
Hofkatzen bekommen Katzenfutter und dösen gern im warmen Heu – insgesamt 12 bis 16 Stunden am Tag. Mit ihren Schnurrhaaren spüren sie, ob sie durch eine Lücke passen, sogar im Dunkeln.
Kaninchen
Kaninchen fressen Heu, Gras, Kräuter und Gemüse. Ihre Zähne wachsen ein Leben lang, darum kauen sie viel Heu. Droht Gefahr, klopfen sie mit den Hinterbeinen auf den Boden. Freuen sie sich, springen sie mit einem Dreh in die Luft.
Spielideen: Tierlaute raten
- Wer ruft da? Ein Kind macht einen Tierlaut, die anderen raten. Kleine Kinder zeigen auf das passende Bild, größere nennen auch das Tierbaby.
- Das stille Tier: Für das Kaninchen trommeln alle leise mit den Händen auf den Tisch. Wer errät es?
- Mama sucht Baby: Die Hälfte der Gruppe sind Mamas, die andere Hälfte Babys. Mit geschlossenen Augen machen alle ihren Laut und finden sich so – wie ein Lamm, das seine Mama an der Stimme erkennt.
- Laute auf Papier: Auf Tierlaute verbinden die Kinder gleiche Tiere und machen bei jeder Linie den Laut.
Zum Abschluss malt jedes Kind sein Lieblingstier auf dem Gemeinschaftsbild Alle Tiere auf dem Hof aus und macht den passenden Laut dazu.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter interessieren sich Kinder für Bauernhoftiere?
Schon Kleinkinder ahmen gern Tierlaute nach. Mit zwei bis vier Jahren lernen sie Tier- und Babynamen, Schulkinder wollen dann wissen, was Wiederkäuen ist oder warum Schweine im Schlamm liegen.
Welche Hoftiere sind für kleine Kinder am einfachsten?
Kuh, Schwein, Huhn, Schaf und Ente: deutliche Laute, leicht zu erkennen. Danach kannst du Esel, Gans und Ziege dazunehmen.
Darf man die Tiere auf dem Hof streicheln?
Nur, wenn der Bauer oder die Bäuerin es erlaubt. Nähere dich ruhig von vorn oder von der Seite, nie von hinten an Pferd oder Esel. Danach und vor dem Essen gründlich Hände mit Seife waschen.